„Ich spürte nicht das geringste Bedürfnis Orwells Roman zu aktualisieren. Der Kontrapunkt zwischen Dichtung und Wirklichkeit scheint mir die vierte Dimension des Stückes zu sein.“ Pavel Kohout, Vorwort zu „1984“, geschrieben im November 1983.


Pavel Kohouts Theateradaption von George Orwells berühmtem Roman, der in einer fiktiven Zukunft ein düsteres Szenario eines totalitären Überwachungsstaats entwirft: Im monströsen Staatsgebilde Ozeanien ist Winston Smith, Mitglied er Äußeren Partei und Angestellter des Wahrheitsministeriums, mit der Aufgabe beschäftigt, in alten Zeitungsnummern, archiviert als Zeitdokumente, alles umzuschreiben und neu drucken zu lassen, was mit der vom „Großen Bruder“ befohlenen gegenwärtigen Parteilinie nicht genau übereinstimmt.


Heimlich jedoch lehnt er das totalitäre System ab und beginnt ein Tagebuch über seine, für die Partei ketzerischen Gefühle, zu führen. Julia, ebenfalls Parteimitglied, wird zu seiner Geliebten und Mitwisserin. Auch in dem mächtigen Mitglied der Inneren Partei, O’Brian, findet er scheinbar einen Verbündeten im Widerstand gegen die verhasste totalitäre Macht...




Mitwirkende



Winston Smith – Ansgar Wilk

Julia / Mrs. Parsons / Gedankenpolizei – Janet Bens

O' Brian / Der Alte – Jürgen Füser

Dr. Charrington / Syme / Gedankenpolizei – Patrick Brenner

Gedankenpolizei – Jonathan Kramer



Inszenierung - Herbert Müller

Bühnenbild und Kostüme - Ulrike Beckers

Bühnenmusik und Sounddesign - Max I. Milian

Regieassistenz und Assistenz Sounddesign - Jonathan Kramer



Pressestimmen




„Erschreckend aktuell

Kohout... führt auf beängstigende Weise das Schreckensszenario eines totalitären Systems mit menschenverachteten Strukturen vor Augen. Im Bühnenbild von Ulrike Beckers bilden eine transparente Wand, drei Leitern und weiße Tücher die Kulisse, um die Gewaltherrschaft Ozeaniens, in der der ,Große Bruder‘ herrscht, zu verdeutlichen. Der schrill dröhnende Kampfgesang der Gedankenpolizei und die angekündigten Maßnahmen lassen erahnen, welchen Einfluss die Folterknechte auf das Leben der Menschen ausüben... Das Premierenpublikum zeigte sich tief beeindruckt von der großartigen schauspielerischen Leistung der Mitwirkenden, die sich in menschliche Abgründe begeben, um wachzurütteln und damit auch die aktuellen Auswirkungen moderner Technik anzusprechen...“ (Münchner Merkur)


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„Unter den Augen des großen Bruders

Das ist ein Stück, das Angst macht, Angst sich selbst freiwillig oder unfreiwillig dem allgegenwärtigen ,Big Brother‘ auszuliefern. Aber es ist - trotz oder wegen? - des düsteren Endes auch ein Stück, das Mut macht - und Lust auf Widerstand gegen die sogenannten Verhältnisse... Regisseur Müller hat das atemberaubende Stück aufs Wesentliche reduziert: auf die Manipulierbarkeit des Menschen mit subtilen und groben Mitteln, auf die lähmende Wirkung der Angst und auf die unabdingbaren Voraussetzungen für ein prosperierendes Staatswesen, Gedanken- und Meinungsfreiheit. Den Schauspielern gelingt der Balanceakt zwischen dem abgrundtief Bösen und dem scheinbar hoffnungslosen Kampf für die Menschenwürde mühelos...“ (Süddeutsche Zeitung)


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Fotos

 

1984

Schauspiel nach George Orwell

von Pavel Kohout


NEU: Premiere 17.2.2018


Eintritt 6.- € pro Schüler/in


Spieldauer ca. 85 min


Terminvereinbarung per Mail:

ulrike-beckers@neue-werkbuehne-muenchen.de

SPIELPLAN

Neue

Werkbühne

München

1984

SPIELZEIT 2017/2018