Nathan der Weise“, das ist die Ring-Parabel. Aber nur zu einem winzigen Teil. Vielmehr ist dieser Klassiker der Welt- und Theaterliteratur ein orientalisches Märchen und eine klassische Soap-Opera: Nathan ist ein reicher jüdischer Kaufmann, der von einer Geschäftsreise zurückkehrt. Hier erfährt er, dass seine geliebte Tochter beinahe bei einem Feuer ums Leben gekommen wäre, wenn nicht ein christlicher Ritter sie gerettet hätte. Zwischen dem (vermeintlich) jüdischen Mädchen und dem jungen Christen keimt Liebe auf. Sein Weg führt Nathan an den Hof des nicht minder klugen Sultans, der Geldsorgen hat und seine Freundschaft und Hilfe erbittet und erhält.


Das Stück plädiert für eine tolerante Gesellschaft, in der Christentum, Judentum und Islam nebeneinander existieren können. Hugo von Hofmannsthal sah in ihm „das geistreichste Lustspiel, das wir haben“, erfüllt vom „Fechten mit dem Verstand“. Vernunft aus Güte: sie wird heute wieder von den Fanatikern aller ideologischen und konfessionellen Fronten zerstört. Sie erkennen sich in der Rolle des Patriarchen von Jerusalem, dem Inbegriff der Intoleranz, als hätte Lessing nicht schon vor 240 Jahren seine Ringparabel geschrieben.


Umrahmt von der neu komponierten Bühnenmusik von Max I. Milian sind Jürgen Füser, Ansgar Wilk, Jessica Dauser, Lisa Wittemer und Jonathan Kramer das Personal des 'Schulklassikers'.




NATHAN DER WEISE

Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing

in gekürzter Form für heute


NEU: Premiere 8.2.2019


Eintritt 6.- € pro Schüler/in


Spieldauer ca. 80 min


Terminvereinbarung per Mail:

ulrike-beckers@neue-werkbuehne-muenchen.de

SPIELPLAN

50 Jahre

Neue Werkbühne München

SPIELZEIT 2018/2019

Nathan der Weise