Goethes Faust
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in gekürzter Fassung nach Urfaust und Faust I von Johann Wolfgang von Goethe
für die Mittel- und Oberstufe
Spieldauer ca. 90 Minuten, Eintritt 6.- € pro Schüler/in
Terminvereinbarung per Mail: ulrike-beckers@neue-werkbuehne-muenchen.de
“Ja ich möchte sagen, wenn die Poesie ganz von der Welt verlorenginge, so könnte man
sie aus diesem Stück wiederherstellen.” Goethe schrieb dies über Calderon, aber wenn
man es überhaupt von einem Einzelwerk der Weltliteratur sagen kann, dann von seinem
“Faust”. Er ist dem Doktor Faustus schon im Puppentheater seiner frühen Kinderzeit
begegnet und hat die letzten Eingriffe doch erst wenige Wochen vor seinem Tod
vorgenommen. Dazwischen lagen 75 Jahre. Als Niederschrift des Weimarer Hoffräuleins
Luise von Göchhausen existiert die frühe Fassung, die in ihrer ersten Ausgabe 1887 als
“Goethes Faust in ursprünglicher Gestalt” betitelt wurde und heute “Urfaust” heißt.
Urfaust! Goethes Faust, das Stück der Stücke, nach wie vor das beliebteste Drama auf
deutschen Bühnen: Es ist die Geschichte eines Zerrissenen, der die Grenzen der
geistigen Erkenntnis sprengen will und andererseits von der Sehnsucht nach purem Leben
getrieben wird, der sich in seiner Verzweiflung und seinem Größenwahn schließlich auf
einen Pakt mit dem Teufel einlässt. Thema ist der Mensch an sich: sein Suchen und Irren,
sein Größenwahn und seine Kleinheit, seine Leidenschaft und Liebe und seine
Beeinflussbarkeit. Doch der Urfaust ist nur zum Teil philosophische Parabel, vor allem ist
er ein Stück Theater pur, mit seinem bunten Bühnengeschehen, mit einer Sprache voller
Witz und Weisheit und nicht zuletzt mit der Figur des Mephisto, der Theaterteufel und
Komiker, Jago und Arlecchino zugleich ist.
“Er ist verführerisch, dieser Mephisto, für Faust (Ansgar Wilk) und auch für jene, die
Goethes Stück auf die Bühne bringen. In der Inszenierung des Hoftheaters Bergkirchen
verschmelzen der Urfaust, ein Fragment in Prosa, und der rund 30 Jahre später
entstandene erste Teil der Tragödie zu einer Plattform für diesen teuflischen Schmeichler.
Es gelingt, das Unfertige des Urfaust zu überwinden, ohne dem Rohstoff das Stürmende
und Drängende zu nehmen. Regisseur Herbert Müller, so war von den Premierengästen
zu vernehmen, wagte damit eine mutige Fusion. Und eine gelungene!”
Süddeutsche Zeitung
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Julia Götz, Ansgar Wilk
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